
Warum PFAS für die Medizintechnik relevant sind
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, kurz PFAS, werden aufgrund ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden sowie besonders langlebigen Eigenschaften seit vielen Jahren in unterschiedlichsten industriellen Anwendungen eingesetzt. Auch in bestimmten Bereichen der Medizintechnik kommen sie zum Einsatz.
Gleichzeitig stehen PFAS aufgrund ihrer hohen Umweltpersistenz zunehmend im regulatorischen Fokus. Ein von der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) koordinierter Vorschlag sieht vor, die Herstellung und Verwendung zahlreicher PFAS künftig deutlich einzuschränken.
Für Medizinproduktehersteller bedeutet das, bestehende Produkte langfristig abzusichern und gleichzeitig bei Neuentwicklungen mögliche zukünftige Anforderungen frühzeitig zu berücksichtigen.
Materialauswahl als strategische Entscheidung
Ob Kathetersysteme, Fluid-Management-Komponenten oder Verbindungslösungen: Medizinprodukte bestehen häufig aus einer Vielzahl spezialisierter Materialien.
Die Wahl eines Werkstoffs beeinflusst dabei nicht nur die technische Funktionalität, sondern unter anderem auch Herstellbarkeit, regulatorische Zulassung und langfristige Marktverfügbarkeit.
Ein nachträglicher Materialwechsel ist deshalb nicht ohne weiteres möglich. Bereits kleinere Änderungen können zusätzliche Validierungen, Biokompatibilitätsprüfungen oder Anpassungen bestehender Zulassungen erforderlich machen.
Umso wichtiger ist es, regulatorische Entwicklungen bereits in frühen Phasen der Produktentwicklung zu berücksichtigen.
PFAS-freie Innovationen gewinnen an Dynamik
Parallel zur regulatorischen Entwicklung entstehen weltweit neue Materiallösungen, die auf fluorierte Chemikalien verzichten und gleichzeitig hohe Anforderungen an Sicherheit, Verarbeitbarkeit und Performance erfüllen.
PFAS-freie Materialien können damit mehr sein als eine Antwort auf regulatorische Veränderungen. Neue Werkstoffe eröffnen zusätzliche Möglichkeiten für Design, Verarbeitung und Produktentwicklung und können Herstellern mehr Planungssicherheit für zukünftige Entwicklungen bieten.
MedNet begleitet diese Entwicklung und unterstützt Hersteller dabei, geeignete PFAS-freie Komponenten für neue und bestehende Produktentwicklungen zu identifizieren.
Internationale Zusammenarbeit als wichtiger Erfolgsfaktor
Neue medizinische Materialien entstehen zunehmend in enger Zusammenarbeit zwischen Materialentwicklern, Komponentenlieferanten und Medizinprodukteherstellern.
Mit einem internationalen Netzwerk aus mehr als 60 Partnern und Marken bündelt MedNet Know-how aus Materialentwicklung, Polymertechnologie und Komponentenfertigung. Dadurch können neue Werkstoffe bereits in frühen Entwicklungsphasen betrachtet und gemeinsam mit Kunden geeignete Alternativen identifiziert werden.
Hersteller profitieren dabei sowohl vom Zugang zu unterschiedlichen Technologien und Materialien als auch von etablierten internationalen Lieferketten.
Regulierung als Chance für neue Lösungen
Die Diskussion um PFAS bringt neue regulatorische Herausforderungen mit sich. Gleichzeitig bietet sie Unternehmen die Chance, bestehende Produkte zu überprüfen und zukünftige Materialstrategien frühzeitig neu auszurichten.
Wer sich bereits heute mit möglichen Alternativen beschäftigt, kann das Risiko späterer Materialumstellungen reduzieren und neue Produktentwicklungen von Beginn an auf zukünftige Anforderungen ausrichten.
Dabei ist eine enge Verzahnung von Materialauswahl, technischer Entwicklung, Qualitätsmanagement und Regulatory Affairs entscheidend.
PFAS-freie Materialien mit MedNet entdecken
Die Anforderungen an Materialien in der Medizintechnik verändern sich. MedNet unterstützt Hersteller dabei, diese Entwicklungen frühzeitig zu berücksichtigen und geeignete Materialien und Komponenten für ihre individuellen Anwendungen zu finden. Mit unserem breiten Portfolio, technischer Expertise, regulatorischem Know-how und einem internationalen Partnernetzwerk begleiten wir Kunden von der ersten Materialauswahl bis zur passenden Komponentenlösung.
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